Psychotherapie bedeutet übersetzt die Behandlung von seelischen Problemen.

Wenn Sie alleine oder mithilfe von Freunden oder Angehörigen Ihre Probleme nicht lösen können, erleben Sie Gefühle von Hilflosigkeit, Traurigkeit und Überforderung. Dann kann bei Ihnen der Wunsch entstehen, professionelle Hilfe für die Bewältigung Ihrer Probleme und Sorgen zu erhalten.

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In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Münster biete ich psychotherapeutische Diagnostik und ambulante Einzeltherapie für Jugendliche und Erwachsene an. In unserer Bevölkerung sind psychische Erkrankungen weit verbreitet. Diese können grundlos oder mit erkennbaren Auslösern auftreten. Fast jeder Dritte entwickelt in seiner Lebenszeit eine oder mehrere psychische Krankheitsbilder. Die Psychotherapie bietet Ihnen wirkungsvolle Strategien, um Ihre Probleme zu lösen und Ihre Selbstsicherheit zu erhöhen.

Psychotherapie hilft bei psychischen Erkrankungen:

Eine depressive Episode kann zu zahlreichen Einschränkungen im alltäglichen Leben führen. Folgende Symptome sind möglich: anhaltende Traurigkeit, innere Unruhe, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Interessenverlust, Verlust des Selbstwertgefühls, Suizidalität, Konzentrationsstörungen und sexuelle Unlust.

In einigen Fällen kann sich eine Depression verstärkt körperlich ausdrücken, so dass bei den Erkrankten weniger die depressive Verstimmung sondern eher Schwindelgefühle, Magenschmerzen, Muskelverspannungen, Appetitverlust und Schlafstörungen im Vordergrund stehen. Oft wird in diesen Fällen eine depressive Erkrankung übersehen.

Unter einem Burn Out („ausgebrannt sein“) versteht man eine Stressreaktion. Menschen in helfenden Positionen wie Krankenschwester, Lehrer, pflegende Angehörige als auch Arbeitnehmer und Selbstständige, die viel für ihren Job leisten, sich verausgaben, wenig Anerkennung und einen geringen Ausgleich zur Stressbelastung erfahren, sind oft davon betroffen. Burn-out-Beschwerden ähneln denen einer Depression und können in jeder Berufsgruppe und auch ohne erkennbaren äußeren Arbeitsstress auftreten. Es handelt sich nicht um eine medizinische Diagnose.

Die bipolare Störung (manisch-depressiv) zeichnet sich durch manische und depressive Stimmungsschwankungen aus.

Zu den manischen Symptomen gehören:

  • gehobene und euphorische Stimmung
  • erhöhter Antrieb
  • Reizbarkeit
  • geringes Schlafbedürfnis

und depressive Symptome:

  • Niedergeschlagenheit
  • Rückzugsverhalten
  • Antriebsverlust

Anpassungsstörungen und akute Belastungsstörungen können nach einer bedeutsamen Lebensveränderung oder nach einem belastenden Lebensereignis auftreten.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Trennung / Trennungsschmerzen
  • Beziehungsprobleme jeglicher Art
  • Tod
  • Misserfolg
  • Elternschaft
  • Mobbing
  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • Ruhestand

Unter posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) werden Reaktionen auf belastende oder traumatische Ereignisse verstanden.

Menschen, die ein Trauma erlebt haben, reagieren zum Beispiel mit folgenden Symptomen:

  • Flashbacks (Wiedererleben des Traumas)
  • Dissoziationen
  • Alpträumen
  • erhöhter Reizbarkeit
  • Vermeidung von Situationen, die der Belastung ähneln
  • Panikstörung (Panikattacke)
  • Soziale Phobie (z.B. soziale Ängste / Unsicherheiten in der Kommunikation mit anderen, bei Vorträgen und Referaten in der Schule/ Universität/ Beruf, in kleinen Gruppen, auf Partys)
  • Generalisierte Angststörung (um sich selbst oder um Angehörige anhaltende Sorgen und Ängste)
  • Spezifische Phobien (z.B. Höhenangst, Tierphobie, Klaustrophobie, Blut-Spritzen-Phobie, Prüfungsangst, Verlustangst, Angst vorm Zahnarzt, bestimmten Speisen oder Dunkelheit)
  • Agoraphobie (Angst vor / Vermeidung von: z.B. Menschenmengen, das Haus zu verlassen, Geschäfte oder öffentliche Plätze zu besuchen, Reisen mit Bus, Bahn und Flugzeug)
  • Bindungsangst

Bei der Prokrastination handelt es sich um eine Arbeitsstörung. Die Störung beschreibt ein krankhaftes Aufschiebeverhalten. Der Betroffene fängt entweder Aufgaben oder Tätigkeiten nicht an, unterbricht häufig seine Arbeitsdurchführung oder beginnt erst nach einer längeren Wartezeit, so das Aufgaben nicht rechtzeitig erledigt werden. Häufig lenkt man sich mit Alternativhandlungen ab.

Bei der Störung handelt es sich nicht um eine eigenständige medizinische Diagnose. Die Prokrastination kann im Rahmen einer psychischen Störung auftreten, allerdings kann diese auch aufgrund des Misserfolgserlebens oder des Eintretens von negativen Konsequenzen zu der Entwicklung von psychischen Erkrankungen (z.B. Angsterkrankung, depressive Störung) beitragen.

Merkmale einer Zwangserkrankung sind wiederholende Zwangshandlungen (z.B. Wasch- oder Kontrollzwänge) und / oder Zwangsgedanken (unangenehme Vorstellungen). Der erhöhte Zeitaufwand, der durch die Störung entsteht, kann die soziale und berufliche Fähigkeit einschränken.

  • Anorexie (Magersucht)
  • Bulimie (Fress-Brech-Sucht)
  • Adipositas (starkes Übergewicht)
  • Binge Eating (Essanfälle als Reaktion auf belastende und frustrierende Ereignisse)

Der Betroffene leidet unter Krankheitsängten und ist besorgt oder überzeugt, eine oder mehrere Krankheiten zu haben.

Der Betroffene beschäftigt sich übermäßig mit körperlichen „Defiziten“, Entstellungen oder Missbildungen.

Die Psychosomatik beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Psyche und dem Körper. So können einerseits durch psychische Belastungen körperliche Beschwerden und Krankheiten ausgelöst werden, andererseits beeinflussen auch körperliche Erkrankungen das psychische Wohlbefinden und können zur Entstehung von psychischen Erkrankungen beitragen.

Zu den psychosomatischen Erkrankungen zählen:

  • Rückenschmerzen
  • Reizdarm-Syndrom
  • Magenschmerzen / Bauchschmerzen / Übelkeit
  • Tinnitus
  • Migräne / Kopfschmerzen
  • Brustschmerzen/ koronare Herzerkrankung
  • Diabetes
  • Hauterkrankungen
  • Asthma

Beispiele von Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen im Kontakt mit anderen Menschen:

  • Narzisstische Persönlichkeitsstörung (Narzissmus)
  • Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline, Impulsivität)
  • Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
  • Histrionische Persönlichkeitsstörung
  • Abhängige Persönlichkeitsstörung
  • Einschlafstörung
  • Durchschlafstörung
  • übermäßiges Schlafbedürfnis
  • Früherwachen
  • Schlafwandeln
  • Albträume

Bei den nichtorganischen sexuellen Funktionsstörungen spielen psychologische und körperliche Faktoren eine Rolle und tragen zur Entstehung bei.

  • Errektionsstörung
  • sexuelle Unlust
  • nichtorganischer Vaginismus
  • nichtorganische Dyspareunie (Schmerzen)
  • gesteigertes sexuelles Verlangen

Bei der Behandlung Ihrer Suchterkrankung biete ich therapeutische Unterstützung im Rahmen der Rückfallprävention an.

  • Alkoholabhängigkeit
  • Medikamentenabhängigkeit (z.B. Schlafmittel, Benzodiazepine)
  • Drogenabhängigkeit (z.B. Cannabis, Tabak) an.

Weiter helfe ich ihnen bei der Behandlung von Impulskontrollstörungen:

  • Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen)
  • Kaufsucht
  • Mediensucht/ Internetsucht
  • pathologisches Spielen (Spielsucht)
  • pathologisches Klauen (Kleptomanie)
  • pathologische Brandstiftung (Pyromanie)
  • Wutanfall
  • Selbstverletzung

Die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) entwickeln sich meist schon in den ersten Lebensjahren und können bis ins Erwachsenalter aufrechterhalten bleiben.

 Hauptsymptome sind:
  • Unaufmerksamkeit
  • Gesteigerte Impulsivität
  • Desorganisierte, überschießende motorische Aktivität

Bei der Krankheitsbewältigung und dem Aufbau von Krankheitsakzeptanz stehe ich Ihnen gerne therapeutisch zur Seite. Somatische Erkrankungen können Ihre psychische Verfassung beeinflussen.

  • Krebs
  • Morbus Crohn
  • Schlaganfall
  • Herzerkrankung
  • Multiple Sklerose
  • Morbus Parkinson
  • Hirnorganische Schädigung

Ihre Symptomatik muss nicht immer das Ausmaß einer psychischen Störung annehmen. Manchmal können dann schon wenige, klärende und unterstützende Sitzungen im Rahmen einer psychologischen Beratung helfen.

Die Beschreibung der Krankheitsbilder erfolgte in Anlehnung des ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) und umfasst nicht vollständig alle psychischen Krankheitsbilder und Symptome. Auf den Seiten der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung finden Sie hilfreiche Informationen zu den einzelnen Störungsbildern.

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